Allgemein · Leben mit Kindern

Danke, lieber Mittwoch.

Gestern starteten wir den Tag zu früh. An uns wär’s nicht gelegen. Die Kinder waren noch ein bisschen durcheinander von der Zeitumstellung und schliefen länger. Doch dieser Mittwoch war einfach noch nicht bereit. Und wir waren zu unsensibel und haben diesen armen Tag einfach gezwungen aufzuwachen. Widerwillig machte mit, bockte und rächte sich vormittags noch. Ab Mittag hatte er uns dann doch ins Herz geschlossen und am Nachmittag beschloss er gut zu machen, was er vormittags verbockt hatte.
Danke, lieber Mittwoch, dass du dich doch noch überreden ließt und es dann so gut mit uns gemeint hast.

Nach der Zähne putzen-Waschen-Anziehen-Ralley starteten wir, sehr zum Leidwesen des Hasenbuben, das Frühstück. Denn hatten wir weder Milchbrötchen noch sein Lieblingsmüsli. Die wollte der Mittwoch wohl nicht rausrücken.
Nach blödem Brot mit Butter und Marmelade wuselten wir alle zum Auto. Alle anschallen und los. Hasenbub wurde im Kindergarten abgegeben und die Babymaus und ich düsten weiter zur Gärtnerei.
Ich mache gerade unseren Garten sommerfit und hatte deshalb eine lange Einkaufsliste.

Ich hievte also mit nörgerliger, weil müder Babymaus alles auf den Einkaufswagen und schob selbigen mit seinen gefühlten 150 Kilo Richtung Kasse. Alles gescannt, alles fertig….keine Geldtasche. Sprint ins Auto, auch dort: keine Geldtasche. Der Mittwoch war noch sauer und lachte mit hämisch ins Gesicht.
Ich bezirzte den Kassier, dass ich bitte den Wagen mit der zusammengesuchter Ware stehen lassen darf, damit ich meine Geldtasche holen kann.
Babymaus und ich düsten also wieder heim zur Geldtasche, die in der Garderobe liegen blieb, als ich den Kindergartentaschen-Check machte. Ooommm!
Im Auto bemerkte ich zum wiederholten Mal den Geruch von Katzenlulu… Ich schnüffelte und… AHHH! Dieser Mittwoch! Hatte er doch glatt meine blöde Katze auf den Pulli pinkeln lassen, als der Pulli auf dem Sessel lag. Also hektisch und angeekelt während der Fahrt aus dem Pulli rausquälen. Der Mittwoch saß am Rücksitz und lachte sich scheckig. Ich grummelte.
Die Babymaus heulte…der Mittwoch hatte ihr die Haube ins Gesicht gezogen!


Erschöpft kamen wir daheim an, ich legte die Babymaus schlafen und mich nach einer Dusche auf die Couch. Mittwoch nutze die Gelegenheit und legte auch eine Rast ein.

Ab diesem Moment ging es bergauf und Mittwoch war, nach der Rast, wieder gut gelaunt.
Wir holten die Gärtnereisachen mit Geldtasche ab, das Mittagessen schmeckte, danach wurde friedlich gespielt.

Nachmittags hatten wir ein Spiel-Date mit einer guten Freundin, die 2 Kinder im ähnlichen Alter hat. Wir gingen an einem Bach entlang im Wald spazieren, die 2 Großen liefen voraus, hin & her, entdeckten, spielten, abenteuerten,…
Die 2 Kleinen genossen frische Luft und Sonne im Wagerl und wir 2 Damen ratschen, sonnten und betreuten. Und Mittwoch? Der genoss und säte Schönes.


Wir ließen das Boot vom Hasenbub, dass er mit Opa gebaut hat (ersichtlich im Wochenendbilderbuch) schwimmen, die Großen matschten am Ufer, wir Damen pflückten Bärlauch. Mittwoch schnurrte. Es war herrlich.

  
Ruhe im Wald, das Gelächter der Kinder, der Geruch, das Plätschern des Baches, die Sonnenstrahlen durch die Blätter,… Der Mittwoch packte das volle Programm aus.

Ich genoss und war glücklich.
Und Mittwoch und ich sind wieder Freunde.
Wir sehen uns in 7 Tagen. Vermutlich mit Bärlauchfahne.

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