Allgemein · Leben mit Kindern

Wohnen. In Echt.

Wir bewohnen zu fünft (2 Große, 2 Kleine, eine Katz) ein älteres Haus, sind sehr zufrieden und fröhlich. Wir leben hier in echt, Farbe und bunt, nicht in Schöner Wohnen. In der Realität. Also auch oft unaufgeräumt, chaotisch und so gar nicht fotogen.

Als Frida von 2kindchaos zur Blogparade #myreal kitchen und #zeigt aufgerufen hat, war ich begeistert. Wir sollen doch mal zeigen, wie es wirklich manchmal aussieht. Für mehr Realität im Web. Denn Fotos, mit einem tollen Stilleben im skandinavischen Stil inklusive weißen Filter…Danke – Kontigent voll.

Skandinavisch weiß, aufgeräumt, luftig und frisch gehts bei uns eher nur in den Träumen zu. In echt ists bunt, oft sehr voll und belebt.
Wenn ihr mutig seid, entführe ich euch jetzt in meine schlimmen Ecken. Klingt gut, oder? So verrucht…
Wir starten die Desillusionierung im Schlafzimmer.

Meist weckt uns morgens folgendes: „Trapp, trapp, trapp – Klotür – kurze Stille – Mama, ich muss aufs Klo!“. Oder das fidele Gebrabbel von der Babymaus.
Also raus aus dem Bett und direkt rein ins Tagesprogramm. Kinderpopsch abwischen, Babymaus aus dem Gitterbett hieven, Zähne putzen, Gesichter waschen, Socken auf störrische Kinderfüße,… und nach gefühlten 2 Stunden selbst anziehen.
Meist eine Mischung aus Schrankinhalt und Bodenbelag. Denn wenn ich mich abends ausziehe, lasse ich alles dort fallen, wo ichs vom Körper gerissen hab.
Zu zweit, verliebt und in Ekstase ist diese Kleiderspur zum Bett eine inspirierende Vorstellung. Allein, müde und zerknatscht hats eher mit Faulheit und Unordnung zu tun, als mit Erotik.
Meine Schlafzimmerbodenseite ist also immer weich und kuschelig. Wohnlich halt.

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Nach dem Bad gehts durch die Diele in die Küche. Wir bewohnen einen Bungalow mit einer riesengroßen Diele. Diese wird von den Kindern natürlich zum spielen, toben und Bobbycar fahren benutzt. Ist gut so.
Doch auch hier gibt es Bodenbelag. Der ist weniger kuschelig als gefährlich.
Legosteine, Bauklötze und Bälle rittern sich, wer Mama und Papa zum fallen und fluchen bringt.
Denn bekanntlich gibt es ja eine 4 teilige Elternschmerzskala:
– ein bisschen Schmerzen
– Schmerzen
– große Schmerzen
– auf ein Legoteil steigen

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Wenn ich dann mal mehr, mal weniger unfallfrei in die Küche gekommen bin, erwartet mich hier meist freundlich grinsend das Vortagschaos.
Eben dieses hat die Nacht tapfer durchgearbeitet und die Bedingungen verschärft. Saucenränder sind bestens eingetrocknet, Pfannen verkrustet und die Arbeitsplatte verklebt. Alles was man so braucht, um richtig munter und aktiv zu werden.

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Gewohnt und gelebt wird ja meist im Wohnzimmer… Und wo Mama und Papa sich aufhalten, sind auch Kinder und Katz nicht weit.
Die Couchpolster haben hier die Form vom Vortag. Abend lässt man sich also in die exakt einstudierte Position auf die Couch fallen und genießt die perfekte Lage. Wenn man sich davor noch eine Zeitschrift oder gar die Fernbedienung krallen will, wird man sicher auf dem Boden/unter der Couch/hinter der Hydrokultur fündig. Denn die Babymaus liebt es uns mit kleinen gefinkelten Suchspielen zu unterhalten.
Im Wohnzimmer gibts als Tagesmenü: Zerkuschelte Couch mit Zeitschriftenchaos an Spielzeugallerlei.

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Doch es gibt etwas, das bei uns regelmäßig neu sortiert und geordnet wird:
Schränke und Regale bis 1m Höhe.
Warum? Weil da die Babymaus aktiv mithilft.

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Ihr seht also – Realität ist farbenfroh, lebt vom Materialmix und fordert das Auge heraus.
Einfach so richtig Familie halt.


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6 Kommentare zu „Wohnen. In Echt.

  1. Herrlich geschrieben! 😀 Hab mich direkt wieder erkannt!

    Ich muss euch jedoch allen mal meinen Freund ausborgen. Der versteht nicht, dass Kinder mit 9 Jahren optisch Legosteine, Loom Bänder und Co nicht als Störquelle ansehen und tatsächlich auch noch drüber steigen. Selbst wenn man ihnen sagt, sie sollen das Zimmer aufräumen… 😀

    Er ist da ganz penibel… ich sehs da auch eher locker… wozu sofort alles weg räumen, wenn es danach eh gleich wieder bewohnt aussieht. 😀

    Zerknorkelte Decke? Gibts nur wenn er nicht da ist… sobald ich und wenn es nur zum duschen den Raum für mehr als 10 Minuten verlasse, ist die Decke wieder ordentlich zusammengelegt.

    Es könnte ja jemand zu Besuch kommen.

    Ein bißchen vermiss ich das Chaos. 🙂

    Gefällt 1 Person

      1. Ich sag mal soooo…. er hat sich über nen Besen gefreut als Produkttest. 😀
        Er ist echt komisch, aber ich lieb ihn *schwärm* 😀
        Chaos mach ich immer wenn er Nachtschicht hat aus Protest! Das ist einmal im Monat für eine ganze Woche. Hatte dann früh aufm Handy ne Nachricht, ob ich ihn ärgern will… zerknorkelte Decke und ich bin einfach zur Arbeit.

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