Allgemein · Leben mit Kindern

Geschwister sein. Teil 1

Babymaus und Hasenbub haben einander jetzt zarte 10 Monate.
Seit 10 Monaten sind sie Geschwister. Und der Hasenbub ist plötzlich nicht mehr allein.
Wie sich die Geschwisterbeziehung so gestaltet und wie spannend das ist, erzähl ich euch in den nächsten 2 Blogposts…

Die Anfangszeit:
Als der Hasenbub erfuhr, dass da ein Baby in meinem Bauch wächst, war er ganz er selbst. Unaufgeregt. Neutral. Wie die Schweiz.
Dafür liebe ich ihn.
Und manchmal raubt er mir mit dieser Eigenschaft auch den letzten Nerv.
Aber so war er schon immer. In sich ruhend. Unaufgeregt.
Er ist enorm selten vorfreudig begeistert. Denn man weiß ja nie.
Er schaut sich neue Situation erstmal lieber an. Und dann wird entschieden ob toll oder eher nicht. 

Auch diese Babygeschichte war so. Lieber erst mal schauen, wie das so ist.
Einmal meinte er: „Ich bin froh, dass das Baby noch nicht heraus gekommen ist – dann werde ich noch nicht so viel angeschrien!“
Da hat ihm wohl jemand erzählt, dass Babies oft schreien. Tja…

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Als unsere Babymaus dann da war, fand er sie süß. Er schenkte ihr auch stolz, den vorab ausgesuchten Kuschel-Hasen. Sie freute sich sicher. Im Schlaf.
(Dass ich heulte vor Freude, Stolz, Rührung, Hormonen und Glück fast durchdrehte muss ich ja nicht extra erwähnen. Mütter ein Tag nach der Geburt halt. Ganz entspannt und beherrscht.)
Ansonsten blieb er unaufgeregt. Geschrien wurde Gott sei Dank nicht so viel. Sie musste also nicht wieder zurück in den Bauch. Ein Glück.

Dass er die Mama jetzt teilen musste, fand er nicht arg schlimm. Er war schon immer ein Papabub. Ich zitiere gerne seine Antwort, als ich ihm mal eine seiner Warum-Frage nicht beantworten konnte: „Mama, das macht nichts, das erklärt uns der Papa.“
Wenn der Beste abends dann mit seinem Superhelden-Cape einfliegt, erklärt er dem Babybub immer zuerst mal die Welt.

Je mehr die Babymaus lernte und konnte, desto interessanter wurde sie natürlich auch für den Hasenbub. Er wurde ganz schnell zum großen Aufpasser und Beschützer.
Sobald sie weinte, überschüttete er sie mit Babyspielsachen und stopfte ihr den Schnuller in den Mund. Und wehe der blieb nicht drinnen. Dann hielt er so lange drauf, bis die Babymaus sich ergab.

Sie durfte beim spielen zuschauen, er erklärte ihr liebevoll, was er baut und spielt und sobald sie weinte, erfuhr sie oben beschriebene Behandlung.

Alles war gut. Idyllisch. Liebevoll.
Bis zu dem Tag als die Babymaus begann, sich fortzubewegen…
Davon berichte ich euch noch.

 

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Ein Kommentar zu „Geschwister sein. Teil 1

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