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Mutterliebe 2.0

Wie das so mit der Mutterliebe ist und sein wird, kann man schon mal erahnen, wenn man den positiven Schwangerschaftstest in Händen hält. Erneuten Aufschwung erfährt diese beim Anblick des pochenden Herzens am Ultraschall. Nächster Zwischenstopp – erste spürbare Bewegungen. Der absolute Höhepunkt: den Zwerg das erste Mal im Arm halten.

Und dann glaubt man, man weiß, wie das ist.
Da kann ich nur sagen: Ha! Abwarten.

Die zweite Schwangerschaft ist anders. Andere Beschwerden. Hatte bei mir auch akut weniger Aufmerksamkeit, da der Hasenbub mich geschickt von zu viel Bauchgestreichel und seelig in der Gegend herum träumen abhielt.
Die Babymaus bewegte sich auch anders und zu meiner Freude gesellten sich ganz bald auch einige Zukunftsängste: Werde ich das zweite Baby genau so lieb haben wie den Hasenbuben? Wie werde ich für beide Zeit haben?

Und dann: WUMM! Die Babymaus war da. Und meine Mutterliebe hat sich nicht halbiert. Nein – das Herz ist gewachsen und da war plötzlich doppelt so viel Liebe. Und ich war überwältigt von meinen Gefühlen. (Und den Hormonen.)
Da lag ich nun mit meiner Babymaus – bis über beide Ohren verliebt. Und dann kam der Hasenbub um seine neue Schwester zu begutachten. Und der war über Nacht mindestens 50cm gewachsen. Als er die Babymaus streichelte, waren seine Hände riesengroß. Und mein Herz: ein Kriegsschauplatz. Da stritten überströmender Mamastolz (Tschakka! Beides meine Kinder!) mit Wehmut (Er ist schon soo groß und wird mich bald nicht mehr brauchen!) mit Angst (Werden die 2 sich mögen?) mit überdimensionaler Liebe (Sie sind beide sooooo süß!).
Gewonnen hat die Liebe! Beide süß, beide meins, beide natürlich überdurchschnittlich toll!

füsse

Nach der ersten Woche war der Hasenbub auch für mich wieder auf Normalgröße geschrumpft. Und wir fingen langsam an uns daran zu gewöhnen nun zu 4t zu sein.

Die Mutterliebe, die seither in mir wohnt, wächst stetig.

Und: Anscheined korreliert zur Schau gestellte Geschwisterliebe ganz eng mit der Mutterliebe.
Sprunghafte Wachstumsschübe passieren nämlich immer dann, wenn man die 2 Süßen in einem vermeintlich unbeobachteten Moment miteinander spielen und lachen sieht. Und wenn der Hasenbub der Babymaus etwas zeigt, sie tröstet oder ihr hilft. (Er findet sie nämlich heimlich doch ganz toll. Heimlich. Denn eigentlich ist sie ja eine Nervensäge. Aber auch nur eigentlich.)

Mein Herz ist also ständig am wachsen. Und ich frag mich manchmal: Wo soll das nur hinführen? Kriegt mein Verstand jemals wieder genug Platz oder wird er erdrückt? Ich lass mich überraschen. (Was hab ich auch für ne‘ Wahl?) Und einstweilen suhle ich mich und verwandle die I-Punkte in den Briefen an meine Kinder in rosa Herzerl.

Dieser Blogbeitrag darf mitmachen bei der verflixten Linkparty im Februar bei Wiebke von http://verflixteralltag.blogspot.co.at. Danke dafür!
http://verflixteralltag.blogspot.co.at/2016/02/linkparty-im-februar-mutterliebe.html?spref=tw

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3 Kommentare zu „Mutterliebe 2.0

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